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  • Mobile App Support – Kosten und Nutzen eines App Support Vertrags

    Unsere fünfjährige Erfahrung in der Branche Mobile App Entwicklung zeigt, dass nur die „toten“ Apps  keinen Support brauchen. Jede App, die halbwegs erfolgreich  in den Stores veröffentlicht wurde und von Benutzern verwendet wird, braucht Pflege und Weiterentwicklung. Aber abgesehen von neuen Funktionen gibt es einen Grundbedarf, welcher auf jeden Fall abgedeckt werden muss.

    Wie sieht App-Support/Pflege aus?

    Es handelt sich typischerweise um eine pauschale monatliche Zahlung, eine Art „Versicherung“ für die App (oder Website). Diese Pauschale deckt bestimmte Leistungen ab, die je nach Projekt und je nach Höhe der Pauschale unterschiedlich ausfallen können. Genauso wie bei einer Versicherung, müssen die Kunden nicht jeden Monat das Angebot in Anspruch nehmen, sondern nur nach Bedarf. Dieser Bedarf kann 2-3 Mal pro Jahr eintreten oder auch deutlich öfter.

    Wie berechnet sich der Preis von Mobile App Support?

    Der Preis für den Support der Apps hängt von verschiedenen Faktoren ab.

    • Ursprüngliches Budget: In APP3null rechnet man Support Kosten auf Basis des ursprünglichen Projekt-Budgets aus. Bei einem Projekt, dessen Budget beispielsweise 50.000 Euro betrug, liegen die Kosten für den monatlichen Support bei 

    50.000 mal 10 %-15 % durch 12

    In diesem Fall beträgt der „Range“ 416 bis 625 Euro. Je größer das Budget (d. h. je komplexer und umfangreicher das Projekt an sich), desto höher sind die Kosten.

    • Anzahl der Benutzer: Es ist wichtig ungefähr einzuschätzen, wie viele Benutzer die App haben wird. Es gibt Applikationen, die inhouse von einem Unternehmen oder von einer kleinen Interessengruppe verwendet werden. Je weniger Benutzer, desto weniger Beschwerden, Benutzungsfehler, Probleme mit Server-Kapazitäten und komplexe Test-Cases. Wiederum gilt: Je mehr Benutzer, desto mehr Support-Anfragen bekommt man und desto mehr Aufwand sollte für die Klärung dieser Anfragen eingeplant werden.

    „All-inclusive“ vs. Basis-Support. Möchten Sie, dass der Auftragnehmer auch die Kundenbetreuung übernimmt? Oder reicht Ihnen der technische Basis-Support? Sowohl hinsichtlich Abwicklung als auch Budget sind es unterschiedliche Themen. Im ersten Fall muss der Anbieter auch freie Mitarbeiter dafür haben, um sich um die Kundenanfragen zu kümmern. Im zweiten Fall reicht dagegen, dass die technischen Mitarbeiter sich ab und zu das Projekt anschauen. Wir bei APP3null bieten nur die zweite Variante an.

    Abhängig von diesen sowie von weiteren Faktoren, können die monatlichen Kosten für App- Support individuell berechnet werden.

    Wofür braucht man Mobile App Support?

    Eine mobile App, wie jedes andere Produkt, wird im Laufe der Zeit „abgenutzt“ und veraltet. Der Quellcode, der 2013 noch zu dem letzten Schrei der Technologie gehörte, sieht 2018 antiquiert aus. Die Bibliotheken und SDKs werden erneuert oder gar abgestellt, was unter Umständen die App lahmlegen kann.

    Anbei ein Überblick über die wichtigsten Aufgaben, die im Rahmen des App-Supports typischerweise ausgeführt werden:

    • Plattform Updates: Unter Plattform versteht man die mobilen Betriebssysteme iOS und Android. Diese Betriebssysteme werden ständig weiterentwickelt. Einmal pro Jahr kommen größere Updates heraus. Nach solchen Updates sollte man die Apps prüfen, denn eventuell. gibt es Anpassungsbedarf, entweder funktionell oder designtechnisch. Generell sollte man die App-Projekte in der neuen Umgebung aufmachen und nach sogenannten. Warnings und Errors überprüfen sowie die Apps rein funktional und hinsichtlich Designs testen.
    • Neue Geräte: Es kommen immer wieder neue Apple und Android Geräte auf den Markt. Diese haben oft neue Bildschirmauflösungen. Entsprechend sollte die Oberfläche der Apps an diese neuen Auflösungen angepasst werden.
    • SDKs und Bibliotheken erneuern: Es gibt nur selten eine App, die sich isoliert von anderen Software-Produkten entwickelt. Fast jede App benutzt verschiedene fertige (oder halbfertige) Libraries/Bibliotheken, oder greift auf die SDK (Software Development Kit) von anderen Plattformen zu. Ein typisches Beispiel wäre die Facebook Login-Funktionalität, oder die Zahlungsfunktion über PayPal. Diese Bibliotheken und SDKs werden entweder laufend aktualisiert, oder oft komplett abgestellt. In diesem Fall kann es dazu kommen, dass z. B. ein Login via Facebook nicht mehr funktioniert, oder die Zahlung über PayPal einen Fehler zurückgibt. Die Aufgabe vom Support Team ist die SDKs und Bibliotheken aktuell zu halten und bei Bedarf zu ersetzen (sollte die Bibliothek oder SDK nicht mehr funktionieren).
    • Bugfixing: Bei APP3null bekommt jeder Kunde 1 Jahr Garantie auf Bugfreiheit. Das bedeutet, sollten wir die App entwickelt haben, garantieren wir, dass im Laufe von einem Jahr alle entdeckten Fehler kostenlos behoben werden. Aber was passiert nach einem Jahr? Falls, obwohl sehr unwahrscheinlich,  nach diesem Zeitraum noch irgendwelche unentdeckte Bugs auftauchen, kann es immer passieren, dass durch falsche Benutzung oder durch die Probleme, die in den oberen drei Punkten beschrieben wurden, neue Fehler auftauchen. Diese werden nun im Rahmen des App-Support-Vertrags behoben.
    • Kleine funktionale Updates und Design-Anpassungen: Jede App braucht Weiterentwicklung. Typischerweise kann man zwischen großen Updates und kleineren Anpassungen unterscheiden. Die großen Updates werden im Rahmen eines extra Projekts umgesetzt. Die kleinen Updates (z. B. neues Logo, Text Anpassung, sonstige visuelle Sachen, aber auch kleine Funktionen) können dagegen laufend mit einem festgelegten Stundensatz abgerechnet werden. Oft zögern  die Kunden, diese Änderungen umzusetzen, genauso wie man zögern würde, wegen kleinen Beschwerden zum Arzt zu gehen, solange diese Leistung Geld kostet. Aber wenn es schon sowieso monatlich pauschal abgerechnet wird, dann erlaubt man sich, öfter solche Änderungen und Verbesserungen, die letztendlich auch die Benutzererfahrung verbessern.
    • Ein wichtiger Grund, warum Mobile App-Support für die App-Betreiber sicherlich Sinn macht, liegt am laufenden Betrieb der App. Es gibt eine Vielzahl von Fällen, wo Kunden sich bei uns melden und über einen „Fehler“ berichten. Nach der Untersuchung stellen wir oft fest, dass es sich um gar keinen Fehler handelt, sondern um eine Fehlbedienung oder fehlendes Verständnis wie die App funktioniert. Genauso oft kommen Beschwerden über Server, Mail-Account und weitere Dienstleistungen, wo wir Fehler letztendlich bei Drittanbietern finden. Nun entsteht uns hier der Aufwand, welchen die Kunden oft übersehen. Das kann auf lange Frist negative Auswirkungen auf die Zusammenarbeit haben. Was auch in diesem Fall hilft, ist ein Support-Vertrag.

    Zusammenfassung

    Die Entwicklung der Apps ist nicht nur mit einmaligen Kosten verbunden, sondern auch deren Betrieb kostet Geld. In dieser Hinsicht ist unsere Industrie nicht viel anders als z. B. Hausbau, oder Autoindustrie: Der Kauf von einem Auto oder einem Haus ist mit einmaligen Kosten verbunden, aber es kommt noch später regelmäßig einiges dazu.

    Die Funktionsweise von Mobile App Support ist vergleichbar mit einer Krankenversicherung. Man mag mehrere Monate nicht zum Arzt gehen, aber wenn es einmal eine Notwendigkeit gibt, dann ist man abgesichert. Genauso ist es für die Gesundheit von Ihrer App und für Ihre finanzielle Planung wichtig, dass Sie eine transparente App Support Leistung in Anspruch nehmen.

    Bei APP3null sind wir auch bereit, den Projekten Mobile App Support anzubieten, die nicht von uns entwickelt wurden. In solchen Fällen muss man aber die Komplexität des Projekts und die Qualität der Entwicklung berücksichtigen, da nach der Übernahme des fremden Projekts oft Bugs entdeckt werden, die vorher unentdeckt blieben. Somit macht bei der Übernahme der externen Projekte App Support nur nach einer Phase der Bereinigung und Einarbeitung Sinn.

  • Was bedeutet das neue Datenschutzgesetz – DSGVO für Ihre App / Website?

    Ab dem 25. Mai 2018 gilt die neue EU Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) auch in Deutschland. Diese führt zu umfangreichen Änderungen auch für die Website und App Betreiber. Was genau DSGVO ist, können Sie hier lesen, den vollen Text finden Sie hier. Um kurz zusammenzufassen: Die Zielsetzung besteht darin den Datenschutzstandard europaweit zu erhöhen, die Anzahl der gespeicherten Daten zu minimieren und besser zu schützen.

    Beim Verstoß gegen das Gesetz drohen Strafen i. H. v. 20 Millionen Euro oder 4% des weltweiten Jahresumsatzes.

    In diesem Artikel werden wir Ihnen erzählen, was die Verordnung für Sie bedeutet und welche Änderungen Sie bis zum 25.05.2018 vornehmen sollten. Selbstverständlich ersetzt dieser Artikel keine Rechtsberatung, aber zumindest können wir Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie Ihre App oder Website an das neue Gesetzt anpassen, ohne dass die Benutzererfahrung darunter leidet.

    Falls Sie Ihre App oder Website noch nicht richtlinienkonform gestaltet haben, melden Sie sich bei uns: hallo@app3null.com. Wir helfen Ihnen gerne mit den entsprechenden Anpassungen. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Leistung.

    Welche Auswirkungen DSGVO auf die Neukundenakquise hat, können Sie hier erfahren.

    DSGVO – Die wichtigsten Punkte im Überblick

    • Explizite Zustimmung zur Datenverarbeitung: Die Benutzer müssen dem Datenschutz aktiv zustimmen. Gleichzeitig müssen die Benutzer ausreichend informiert werden welche Daten, zu welchem Zweck gespeichert und wie sie gesichert werden.
    • Verständliche Datenschutzbestimmungen: die Zustimmung muss gut zugänglich und verständlich in einfacher Sprache formuliert sein.
    • Datenminimierung und Zweckbindung: es sollten nur die Daten erhoben werden, die tatsächlich dem Zweck der Vertragserfüllung dienen und sie sollten nur für die festgelegte und eindeutige Zwecke verwendet werden. (In anderen Worten: Zugriff auf den Standort des Benutzers um ihm die Angebote in der Nähe zu zeigen – Ja. Zugriff auf den Standort um den Benutzer mit gezielter Werbung zu fluten – Nein).
    • Zustimmung der Eltern: Anbieter dürfen keine Daten von Kindern unter 16 Jahren sammeln, es sei denn eine nachweisbare Zustimmung der Eltern liegt vor.
    • Recht auf Vergessenwerden – Alle Personen haben das Recht, dass ihre Daten aus einer Datenbank auf Nachfrage entfernt werden.
    • Mitteilung über Datenschutzverletzungen: Der Anbieter muss bei einem Hackerangriff oder einer Datenschutzverletzung innerhalb von 72 Stunden die betroffenen Personen benachrichtigen.
    • Datenschutzbeauftragter: in größeren Unternehmen (>250 Mitarbeiter) oder in Unternehmen die eine große Anzahl an sensibler Daten verwaltet, muss ein Datenschutzbeauftragter benannt und eingesetzt werden

    Was DSGVO für Ihre App oder Website bedeutet

    • Lassen Sie Ihren Datenschutz-Text durch einen qualifizierten Anwalt überprüfen
    • Holen Sie eine explizite Zustimmung der Benutzer beim Start der App, vor allem wenn Sie personenbezogene Daten verwenden. Die betroffene Person muss direkt bei Zustimmung auf das Widerrufsrecht hingewiesen werden. Beispiel:

    Datenschutz Zustimmung DSGVO

    • Auch die Bestands-User müssen dem Datenschutz zustimmen. d. h. am besten über eine In-App Popup oder per Mail-Link. Beispiel:

    datenschutz app

    • Die Zustimmungen sollten im CMS oder Admin Panel protokolliert werden. Beispiel:

    Datenrichtlinien akzeptiert

    • Schützen Sie Ihre Daten! Wählen Sie komplexe Passwörter für Ihre CMS/Admin Panels und ändern Sie diese regelmäßig. Falls noch nicht geschehen, richten Sie Backups ein. Fügen Sie der Anmeldemaske von Admin Panel ein Captcha hinzu (erschwert Brute-Force Attacken) und im Idealfall führen Sie zwei-Faktor Authentifizierung ein. Das Gleiche (soweit möglich) betrifft auch Ihren Server/Hosting Provider.
    • Die Benutzer sollten eine Möglichkeit haben Ihre Daten abzufragen. Hierzu sollten Sie am besten eine E-Mail-Adresse hinterlegen, an die die Benutzer eine entsprechende Anfrage schicken können.
    • Die Benutzer müssen eine Möglichkeit haben Ihre Daten löschen zu lassen und zwar komplett (auch aus den alten Backups!). Das bedeutet, das System sollte so eingerichtet werden, dass Sie den Nutzer und seine Daten nicht nur in der aktuellen Version der Datenbank, aber auch in den alten Backups finden und löschen können.
    • Datenschutzbeauftragten benennen, falls relevant (wie schon gesagt, bei größeren Unternehmen, oder/und bei den Unternehmen die eine große Menge an sensiblen Daten bearbeiten).
    • Auch auf Verwendung von Cookies und/oder Analytics Software muss hingewiesen werden.

    Fazit

    Daten sind Öl des 21. Jahrhunderts und die EU versucht den unkontrollierten Datenfluss von Europa Richtung Westen besser zu kontrollieren. Das neue Datenschutzgesetzt richtet sich vor allem gegen die Tech-Giganten aus den USA, aber auch wir – Betreiber der “einfachen” Apps oder Websites sind betroffen. Das neue Gesetzt ist ernst zu nehmen und lieber fragt man bei den Benutzern einmal zu viel als einmal zu wenig nach.

    Unser Angebot

    • Datenschutzaudit durch unsere Partner-Kanzlei, Anpassung der Datenschutzrichtlinie
    • Verbesserung der Sicherheit vom Admin Panel/CMS sowie der Server Infrastruktur
    • Anpassung des Workflows in der App oder auf einer Website an die neuen Anforderungen
    • Protokollieren der Benutzer-Zustimmung
  • Was kostet ein Chatbot? – Entwicklung und Kosten eines Chatbots

    Was ist ein Chatbot?

    Der Chatbot ist ein Dienst, welcher mit Menschen im Chat interagieren kann, auf der Basis von vorgegebenen Regeln, oder mithilfe von künstlicher Intelligenz.

    Es gibt zahlreiche Anwendungsfälle für Chatbots, unter anderem Vertrieb, Kundenbetreuung, E-Commerce, Nachrichten und viel mehr.

    Einige Beispiele von Bots sind: CNN Bot, Zalando Bot .

    Zwei Trends befeuern den rasanten Aufstieg der Chatbots: Messenger und künstliche Intelligenz. Fangen wir mit den Messengern an.

    Diese Grafik zeigt, dass die Anzahl der User auf den vier größten Messenger Plattformen die Anzahl der Benutzer auf den vier monumentalsten Social Media Plattformen überholt hat.

    bot programmierung

    90 % der Zeit verbringen die Mobilen Nutzer in Messenger oder E-Mail-Programmen. Für Unternehmen bedeutet das: Sie müssen dorthin gehen, wo sich ihre Kunden befinden. Waren das früher Einkaufsstraßen und später Internet Browser, sind das jetzt mobiles Internet und Messenger. Vor allem unter der jungen Generation und in den Entwicklungsländern – die zwei Zielgruppen, die die Marktnachfrage von morgen definieren.

    Aber es gibt auch einen anderen Grund für den Wachstum der Chatbots: künstliche Intelligenz. Wie diese zwei Technologien zusammenkommen, erfahren Sie unten.

    Damit haben wir die Frage “Was ist ein Chatbot?” beantwortet. Aber welchem Ziel dienen die Bots?

    Ein Beispiel: Anstatt die Zalando Website zu durchstöbern, schreiben Sie den Zalando Chatbot in Facebook Messenger an. Sie schildern, was Sie brauchen und bekommen vom Bot einige Vorschläge. Diese Produkte können Sie anschließend im Store erwerben.

    Genauso hilfreich können die Chatbots im Customer Support sein, indem sie die Kunden durch technische Produktdetails führen, gemeldete Probleme an den eigentlichen Kundensupport weiterleiten und vieles mehr.

    Durch den Einsatz von Chatbots:
    1. Erreichen Sie die Kunden da, wo sie sich befinden (also eben im Messenger)
    2. Implementieren Sie eine kostengünstige Möglichkeit für Customer Care
    3. Verbessern und vereinfachen Sie die Benutzererfahrung

    Zwei Arten von Chatbots

    Es gibt diverse Arten von Chatbots, aber grob zusammengefasst können wir zwei Kategorien nennen:

    • Regel-basierte Chatbots
    • AI-basierte Chatbots

    Im ersten Fall, kann ein Bot Sie durch einen vorgegebenen “Baum” der Fragen führen. Das bedeutet, Sie geben vordefinierte Fragen und Antworten ein und der Kunde wird vom Bot durch diese Fragen geführt. Der CNN Chatbot wäre ein gutes Beispiel dafür.

    Der offensichtliche Nachteil dieser Lösung ist deren Inflexibilität. Letztendlich handelt es sich um eine Art FAQ für Fortgeschrittene. Dafür ist diese Lösung sehr einfach umzusetzen, auch ohne Programmierkenntnisse. Sie können den Baum selber definieren und beliebig erweitern.

    Bei AI-basierten Chatbots ist das ganze System etwas komplexer. Der Chatbot soll die Intention des Benutzers erkennen und beantworten können. Im Idealfall soll dem Benutzer gar nicht auffallen, dass er mit einem Bot spricht.

    Solche Chatbot-Systeme basieren auf AI (Artificial Intelligence = Künstliche Intelligenz) Frameworks/Bibliotheken. Ein Beispiel dafür wäre der Azure Bot Service . Solche Bots werden immer “smarter”, wenn sie sich mit Menschen unterhalten (das kann übrigens auch negative Folgen haben, man denke an das Beispiel von Tay Bot).

    Chatbots programmieren

    Nachdem wir die Frage “Was ist ein Chatbot?” geklärt haben, können wir uns dem Thema “Chatbots programmieren” widmen.

    Wie Sie schon wissen, gibt es zwei Arten von Chatbots – Regel-basierte und AI-basierte. Die Regel-basierten Chatbots kann man mittlerweile selbst erstellen. Es gibt zahlreiche Plattformen hierfür. Eine Liste finden Sie hier. Diese Chatbots werden keine “Intelligenz” besitzen und können den Benutzer einfach durch den vorgegebenen Frage-/Antwort-Baum führen. Manche von diesen Frameworks/Plattformen haben eine Möglichkeit für AI Integration, aber das benötigt wiederum Programmierkenntnisse.

    Viel interessanter aus der Sicht eines Programmierers sind die AI-basierte Chatbots. Man kann einen intelligenten Chatbot programmieren, indem man z. B. den Azure Chatbot Service benutzt. Das ist ein Angebot von Microsoft der diverse Tools für die Chatbot Entwicklung bietet. Die Struktur von so einem Chatbot sieht folgendermaßen aus:

    chatbot kosten

    Quelle

    Das ist eine typische Architektur eines Chatbots für Informationen. Kurz erklärt, man kann unter “QnA Maker” eine Frage/Antwort Routine hinterlegen. Durch “Language Understanding” wird die Intention des Benutzers und der Kontext von seiner Frage festgestellt. Die Fragen an sich können über diverse Kanäle gestellt werden, darunter Facebook Messenger, Telegram, WhatsApp, Skype oder eine Website oder App.

    Chatbot Kosten

    Die Frage “Was kostet ein Chatbot?” lässt sich nicht pauschal beantworten. Wie immer hängt der Preis davon ab, wie kompliziert die Lösung sein soll. Aber man kann trotzdem die Chatbot Kosten in mehrere Bereiche aufteilen:

    1. Einfache Chatbots für einen Social-Media-Kanal. Keine Programmierung notwendig. Aufbau in den Tools wie Chatfuel oder Manychat. Kosten: bis ca. 2.000 Euro.

    2. Einfache Chatbots mit Integrationen. Das Gleiche wie oben, aber mit ein paar zusätzlichen Features wie z. B. Verknüpfung mit Google Maps oder iCal. Keine Programmierung notwendig. Kosten: bis ca. 3000. Euro

    3. Chatbots mit einem eigenen, individuellen Backend. Programmierung wäre diesmal notwendig. Typischerweise Teil eines vorhandenen Systems, Integration in eine vorhandene Datenbank notwendig. Solche Chatbots würden bis 10.000 Euro kosten.

    4. Individuelle Chatbots mit komplexen Integrationen. Diese Lösung wäre wie Punkt 3, aber zusätzlich dazu kommen API Integrationen in verschiedene Systeme, wie ERP, CRM usw. Hier würden die Bot Kosten schon den Bereich 15.000-20.000 Euro erreichen.

    5. AI-basiertes System. Das wäre in unserer Liste die erste Alternative, die mit einem “richtigen” AI arbeitet und “intelligente” Antworten rausgibt. Als Backend würde hier eine der Chatbot Frameworks agieren, wie der erwähnte Azure Bot Service von Microsoft. Typischerweise automatisiert man in solchen Frameworks mehrere Dutzend Fragen. Die Chatbot Kosten in diesem Fall fangen bei 20.000 Euro an und können schnell auch das Doppelte erreichen.

    6. Die Kombination von Punkten 4 und 5, also AI-basiertes System mit zahlreichen Integrationen. Hier kann das Budget 100.000 Euro und mehr erreichen.

    Als Zusammenfassung kann man nochmals die Faktoren auflisten, die den Preis eines Chatbots beeinflussen:

    1. Baukasten System vs. Programmierung notwendig.

    2. Standard Backend (von einem Drittanbieter) oder eigenes, benutzerdefiniertes Backend.

    3. Standard Integration (Facebook, Telegram usw.) oder eine benutzerdefinierte Integration z. B. in eigene Website.

    4. Vorgegebener Baum der Frage-Antworten oder AI-basiert.

    5. Anzahl diverser Integrationen: von keiner Integration einer API zu einer komplexen Integration aus diversen Quellen (Beispielsweise CRM, ERP, HR Software usw.).

    Hoffentlich konnten wir Ihnen mit diesem Artikel weiterhelfen. Bei Rückfragen bzw. Anfragen erreichen Sie uns per Mail: hallo@app3null.com, oder per Telefon: 030 47050285

     

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    IoT App Entwicklung – Kosten und Prozess

    App Entwicklung Kosten

  • IoT App Entwicklung – Kosten und Prozess

    6.4 Milliarden verbundene Geräte, 235 Milliarden Dollar Service Ausgaben – diese eindrucksvollen Zahlen stammen aus dem Jahr 2016, aus einem Bericht von Gartner und beziehen sich auf IoT. Internet der Dinge ist eine Industrie, die innerhalb der letzten Jahre entstanden ist und rasant wächst.

    Diese Industrie schreitet in Deutschland ebenfalls voran und ist vor allem unter dem Namen Industrie 4.0 bekannt (ob die Begriffe deckungsgleich sind, ist ein Thema für eine separate Diskussion).

    Wir werden von unseren Kunden oft mit Fragen und Anfragen bezüglich IoT App Kosten und IoT App Entwicklungsprozessen konfrontiert. Ziel dieses Artikels ist, Ihnen eine erste Orientierung zu geben und eine Anzahl von Anfragen a lá “ich habe mal eine Idee und möchte wissen, wie viel eine IoT App kostet” zu reduzieren.

    Was ist eine IoT App? – ein Beispiel

    Ein gutes Beispiel für ein IoT Projekt wäre Phenonet – eine IoT Lösung für die Landwirtschaft. Landwirte können mithilfe von diversen Sensoren wichtige Parameter wie Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur sowie die Bodenqualität überwachen. Auf der Basis einer großen Datenmenge können Prognosen über die Ernten generiert werden. Mehr IoT Beispiele finden Sie hier.

    Ein Beispiel aus unserer Praxis: eine mobile App für die Fernsteuerung einer Wärmepumpe. Mithilfe von dieser App kann man aktuelle Parameter der Pumpe abrufen, unabhängig von ihrem Standort, sowie diese Parameter anpassen. Unten werden wir uns auf Beispiele dieser IoT App beziehen.

    Wie ist eine IoT App strukturiert? – Architektur eines IoT Projekts

    Die Architektur und die Bestandteile eines IoT Projekts kann man in mehrere Bereiche aufteilen:

    1. “Things” – die Dinge: Zu diesem Bereich gehören die eigentlichen Geräte, die überwacht und gesteuert werden müssen, sowie diverse Sensoren und Mikrocomputer. Diese Gegenstände erzeugen Daten, die an weitere Komponenten der Anwendung weitergegeben werden. Im oberen Beispiel wäre das also eine Wärmepumpe und die dazugehörigen Sensoren.

    2. Device Edge: Netzwerkkomponente, die sich am Netzwerkrand befinden und einen Zugang zum Kernnetzwerk haben (Quelle). Über diese Komponente wird eine Verbindung zu anderen Geräten und Schnittstellen aufgebaut. Im Fall von unserem Projekt also eine WLAN- und eine Server-Verbindung.

    3. Data Management und Intelligence: IoT Hardware erzeugt typischerweise Unmengen an Daten, die gespeichert werden müssen. Basierend auf diesen Daten werden mithilfe von Machine Learning Analysen und Prognosen durchgeführt. Bei unserem Beispiel handelt es sich also um eine Datenbank, in der die ganzen Daten landen und aufbewahrt werden.

    4. API: Es handelt sich um eine Programmierschnittstelle, mit deren Hilfe die gesammelten Daten an die Anwendungen weitergegeben bzw. die von den Anwendungen generierten Befehle an die weiteren Bereiche transferiert werden.

    5. Anwendung/Plattform: Eine typischerweise auf einer Cloud gehostete Anwendung, die als Administrationsoberfläche, eine Art Kommandozentrale des ganzen Systems betrachtet werden kann. Diese Anwendung wird für das Management und die Visualisierung der Daten genutzt sowie als Sammlung von diversen Tools für Manager und Entwickler.

    6. Anwendungen: Es handelt sich um diverse Front-End Anwendungen wie Websites, Apps, Industrie-spezifische Oberflächen, Web- und Mobile Plattformen. Im Fall der oben genannten Beispiele wäre das also eine App, mit der man die Wärmepumpe überwachen und fernsteuern kann.

    IoT App Entwicklung – die Vorgehensweise

    Der Ablauf im Rahmen der IoT App Entwicklung unterscheidet sich nicht allzu stark vom Ablauf der anderen Projekte. Aber es gibt bestimmte Besonderheiten und Schwierigkeiten, die man berücksichtigen muss:

    1. Idee: Es gibt eindeutig viel Hype bezüglich IoT Technologien, was oft in Produkten resultiert, die kein Mensch braucht. Also im ersten Schritt: Was möchten Sie entwickeln lassen? Was ist der Mehrwert für die Benutzer?

    2. Konzeptionierung: In dieser wesentlichen Phase müssen erst mal die grundlegenden Fragen geklärt werden, also welche Geräte man mit welchen Applikationen verbindet, welche Netzwerkprotokolle verwendet werden, benötigte Sensoren und deren Anbieter, Aufbau des Hostings, welche Daten in der Administrationsoberfläche visualisiert werden, welche Tools man integriert und letztendlich Art und Funktionsumfang der gebrauchten Front-End Apps.

    Alle diese Teilaufgaben müssen mit verschiedenen Parteien abgestimmt werden, da typischerweise die Entwickler der IoT Apps selten etwas mit der Entwicklung von Hardware zu tun haben. Jeder dieser Schritte ist eine komplexe Aufgabe an sich und es gibt für jeden Bereich eigene Firmen, die sich darauf spezialisieren. Somit ist die Konzeptionierung bei den IoT Projekten komplexer als bei “normalen” App Projekten.

    3. Prototyping: Im Gegensatz zu den üblichen Projekten spielt bei IoT Prototyping eine wichtige Rolle. So z. B. kann man mithilfe von Mikrocomputern die Zielgeräte simulieren, oder man kann eine extra Simulatoren-Software entwickeln, auf deren Basis Entwickler auch fern vom eigentlichen Gerät programmieren und testen können. Vor allem kann in der Anfangsphase an Produktionskosten des “richtigen” Smart-Geräts gespart werden, indem man mithilfe von Mikrocomputern einen entsprechenden Prototyp aufbaut. Diese Kostenersparnis ist essenziell in der Anfangsphase des Projektes (siehe unten).

    In diesem Zusammenhang wäre auch RAD (Rapid Application Development) zu erwähnen, eine Methodik, die das Prototyping und nicht die Planung in den Vordergrund stellt. Es wird auf ein detailliertes Planungs- und Design Phase verzichtet und stattdessen konzentriert man sich auf die Prototyp Entwicklung.

    4. Die eigentliche Umsetzung der einzelnen Komponenten, meistens durch verschiedene, darauf spezialisierten Akteure. So muss z. B. der Hardware Ingenieur nicht unbedingt auch die Datenbank Entwicklung übernehmen und der DB Entwickler hat oft mit der End-Anwendung nicht viel zu tun.

    Wir als Software Entwickler übernehmen Projekte ab der Stelle, an der die Daten in das System hereinkommen, also Datenbank, Administrations-Schnittstelle und die Endanwendung – in anderen Worten die “IoT App”.

    IoT App Entwicklungskosten

    Und zum Schluss kommen wir natürlich zum Thema IoT App Entwicklungskosten. Wie immer kann man keine Pauschale Aussage treffen und die IoT App Kosten hängen vom Umfang ab. Man kann aber das IoT Projektbudget in vier Bestandteile aufteilen: Konzept, Hardware, Infrastruktur und IoT App Entwicklung.

    Konzeptionierung und Prototyping

    Diese Phase ist mit unerheblichen Kosten verbunden, welche aber oft übersehen oder nicht berücksichtigt werden. Ein Beratungstag mit einem Experten aus dem Bereich, kann Sie schon mal ein paar Tausend Euro kosten. Je größer und komplexer das Projekt, desto länger dauert diese Phase.

    Gehen Sie davon aus, dass Sie für ein Konzept und einen einfachen Prototyp mindestens 5.000 Euro ausgeben werden müssen. Als Faustregel rechnen Sie mit 5 bis 10 % der Gesamtkosten.

    Hardware

    Das ist der größte Kostentreiber in jedem IoT Projekt. Die Kosten der IoT Entwicklung bestehen zu ca. 60-70 % aus Hardware Kosten. Ein mittelschweres Smart Home System kann durchaus 2 bis 4 Millionen kosten (also ein System ausgerüstet mit diversen Sensoren, z. B, Bewegungssensoren, Kameras usw.). Ein kleineres Gerät, z. B. ein Messer von bestimmter Körperaktivität, kann ebenfalls bei über 200.000 Euro liegen, inkl. Kosten für Entwicklung und Zertifizierung.

    Wie oben angemerkt können Sie diese Kosten und generell Ihr Risiko dadurch reduzieren, dass Sie am Anfang einen Prototyp statt dem tatsächlichen Gerät bauen.

    Infrastruktur

    Die Infrastruktur besteht aus mehreren Komponenten, wie

    • Middleware (siehe oben Device Edge, also eben das, was ein Gerät, welches nicht kommunizieren kann, zu einem Netzwerk-tauglichen Gegenstand macht) Netzwerk: Eine skalierbare kabellose Netzwerk-Verbindung, mit hoher Geschwindigkeit und niedriger Latenz.
    • Cloud basierte Infrastruktur: Die oben erwähnten Bestandteile wie skalierbarer Cloud Server, Datenbank, Datenbank Monitoring und Analyse Tools, Verwaltungsoberfläche.
    • Die Kosten hierfür würden bei ca. 15 % des Projektumfangs liegen. Wiederum bei dem oben erwähnten Messer der Körperaktivität (z. B. Herzfrequenz) wären die einmaligen Entwicklungskosten ca. 40.000 bis 50.000 Euro.

    IoT App Entwicklung

    Die eigentlichen IoT App Entwicklungskosten sind dagegen relativ überschaubar. Eine App für Steuerung und Visualisierung der Herzfrequenz-Daten würde vielleicht 20.000 Euro kosten. Eine Smarthome App, abhängig vom Umfang und der Komplexität, ab 50.000 Euro bis 100.000-150.000 Euro.

    Die Kosten der IoT App Programmierung werden selbstverständlich von den üblichen Faktoren wie Anzahl der Plattformen (iOS, Android, Web), hybride vs. native Entwicklung, Anzahl von diversen Features usw. beeinflusst.

    Aber der Anteil von diesen Kosten am Gesamtbudget ist relativ gering, geschätzt 10 bis 15 %. Also falls Sie die anderen Baustellen schon abgedeckt haben, müssen Sie für die App alleine nicht mehr viel Geld ausgeben.

    Stundenpreise

    Stundenpreise der Entwickler, Projektleiter, Ingenieure und sonstigen Experten, die Sie bei Ihrem Projekt unterstützen werden, fangen bei 80 Euro/Stunde an, liegen aber eher bei 100 Euro/Stunde und höher. Die IoT Technologie ist relativ neu und es gibt nicht besonders viele Firmen und Experten, die sich damit gut auskennen. Wir bieten unsere Leistungen im Bereich IoT für 100 Euro/Stunde an.

    Der schnelle und kostengünstige Weg der App Entwicklung

    Wurden Sie durch IoT App Kosten abgeschreckt? Es geht auch anders. Falls Sie Ihre Idee schnell ausprobieren und evtl. Ihren Investoren oder Kunden vorstellen möchten, müssten Sie am Anfang einen Prototyp bauen und auf alles verzichten, was nicht zum Kernnutzen gehört. Schönes Design? Weg! “Nice to have” App Features? Weg! Mehrere lange Workshops mit teuren Beratern, die mit klugen Begriffen um sich herumschmeißen? Weg!

    Was Sie brauchen ist ein IoT Development Kit und eine vernünftige Entwicklungsfirma (APP3null zum Beispiel), die Ihre Idee schnell zum Laufen bringt. Diese wenig schicke aber funktionstüchtige Version können Sie vorzeigen, um (falls noch nicht geschehen) sich eine Finanzierung zu sichern. Anschließend können Sie mit der Entwicklung des eigentlichen Projekts starten.

    Hoffentlich konnten wir Ihnen mit diesem Artikel weiterhelfen. Bei Rückfragen bzw. Anfragen erreichen Sie uns per Mail: hallo@app3null.com, oder per Telefon: 030 47050285

     

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